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Thomas Mitsch

Posts Tagged ‘foodwatch’

foodwatch: Gegen Dioxin auf dem Teller – für Pflicht-Tests!

Posted by Thomas Mitsch - Dezember 12, 2011

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Grenzwertüberschreitungen im Futtermittel, mal wieder: Im November dieses Jahres wurden erhöhte Dioxin-Werte in Zuckerrübenschnitzeln eines Herstellers aus Köln bekannt – zu einem Zeitpunkt, als die belasteten Rohstoffe längst verarbeitet, verkauft und verfüttert waren. Große Schlagzeilen machte der Fall nicht, dabei steht er sinnbildlich für das Scheitern der Politik von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner. Nach dem großen Dioxin-Skandal 2010/2011 hatte sie entschlossenes Durchgreifen versprochen und einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt. Und dann zum Beispiel entschieden, die meisten Futtermittelbestandteile als „risikoarm“ einzustufen: Hersteller müssen sie nicht auf Dioxin testen und demnach auch keine Testdaten an die Behörden melden. Sie ahnen es bereits: Unter die „risikoarmen“ Bestandteile fallen auch besagte Zuckerrübenschnitzel.

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„Hände weg vom Acker, Mann!“

Posted by Thomas Mitsch - Dezember 7, 2011

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Schluss mit der Nahrungsmittel-Spekulation!

Stoppen Sie die Zockerei im globalen Rohstoff-Kasino – unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion!

Wer mit Lebensmitteln spekuliert, spielt mit dem Leben anderer Menschen. Spekulation schafft Hunger. Fordern Sie die Deutsche Bank zum Ausstieg auf – unterzeichnen Sie jetzt und laden Sie Freunde und Bekannte ein! Josef Ackermann ist als Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bank nicht nur Chef einer der größten Investmentbanken der Welt, sondern als Präsident des Weltbankenverbandes IIF auch der mächtigste Lobbyist der Finanzwirtschaft.

hier geht`s zum Unterzeichnen

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Drei Jahre lang Auskunft über gesundheitsschädliche Fleischproben verweigert

Posted by Thomas Mitsch - August 13, 2011

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foodwatch klagt gegen niedersächsisches Landesamt

foodwatch hat beim Verwaltungsgericht Oldenburg Klage gegen das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) eingereicht. Drei Jahre lang hat die Behörde nun bereits Auskünfte über die 2006 und 2007 von den Amtskontrolleuren beanstandeten Fleischproben verweigert. Im Juli 2008 hatte foodwatch unter Berufung auf das Verbraucherinformationsgesetz (VIG) Informationen insbesondere über die als gesundheitsgefährdend eingestuften Produkte sowie deren Hersteller beantragt und gefragt, ob und in welcher Form die Bevölkerung über die Beanstandungen informiert wurde. Obwohl die gesetzliche Frist für eine Antwort bei maximal zwei Monaten liegt, erhielten wir erst im September 2010 (!) einen Bescheid. Doch das LAVES wollte Angaben über die belasteten Produkte nicht herausgeben. Die Behörde argumentiert, dass es sich hierbei um „wettbewerbsrelevante Informationen“ handele. Auskunft über „für das betroffene Unternehmen ungünstige Untersuchungsergebnisse“ dürften nicht erteilt werden. Nachdem auch ein Widerspruch erfolglos blieb, hat  foodwatch nun Klage eingereicht. Der Fall zeigt die großen Schwachstellen des VIG. Nicht einmal auf einen Antrag hin informieren die Behörden über bekannte gesundheitsgefährdende Fleischproben. Doch selbst wenn ein solcher Antrag erfolgreich wäre: Die Hinweise auf die konkreten Produkte werden erst dann bekannt, wenn diese längst verzehrt sind.

Für die von der Bundesregierung geplante VIG-Novelle fordert foodwatch deshalb: Die Behörden müssen alle amtlichen Kontrolldaten unverzüglich und von sich aus veröffentlichen. Mehr dazu lesen Sie hier.

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foodwatch: Etikettenschwindel nunmehr gesetzlich erlaubt

Posted by Thomas Mitsch - Juli 7, 2011

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die Abstimmung dauerte nur wenige Augenblicke. Applaus, Hände schütteln, nächster Tagesordnungspunkt: Das Europäische Parlament hat gestern neue Regeln zur Kennzeichnung auf Lebensmitteln beschlossen. Damit endet eine jahrelange Diskussion darüber, welche Informationen Verbraucher beim Einkauf im Supermarkt bekommen sollen. Gewinner ist die Lebensmittelindustrie. Sie hat sich mit ihren Forderungen durchsetzen können. Verbraucher hingegen können auch weiterhin ganz legal betrogen werden.

Mehr Info`s hierzu

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Wahl zur dreistesten Werbelüge 2011

Posted by Thomas Mitsch - Mai 16, 2011

Wahl zur dreistesten Werbelüge, Banner: www.abgespeist.de

Wahl zur dreistesten Werbelüge, Banner: http://www.abgespeist.de

foodwatch verleiht zum dritten Mal den „Goldenen Windbeutel“ für die dreisteste Werbelüge. Fünf Produkte, die seit dem Goldenen Windbeutel 2010 auf abgespeist.de vorgestellt wurden, sind nominiert. Sie entscheiden, wer die unrühmliche Trophäe bekommt! Die Wahl läuft bis zum 16. Juni.

hier geht`s zur Absimmung

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foodwatch: nimm2 – Etikettenschwindel mit Vitaminzusatz

Posted by Thomas Mitsch - Juli 23, 2010

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Besser mit Vitaminen als ohne?
„Seit wann gibst du deinen Kindern denn Lollies?“, fragt eine Mutter die andere im nimm2-Werbespot. Die antwortet: „Na seit es die von nimm2 gibt“. Oho. Was sollen wir aus diesem Dialog lernen? Nimm2-Produkte sind die irgendwie besseren Süßigkeiten. Stimmt nur leider nicht. Die Vitamine sind nicht „wertvoll“, sondern eine überflüssige Anreicherung. Ein reiner Marketingtrick, mit dem Storck Verbraucher inzwischen schon seit fast 50 Jahren in die Irre führt – „wertvoll“ für Storck, aber nicht für Verbraucher. Die nimm2 Bonbons, Lollies und „Lachgummis“ sind nicht besser oder wertvoller als andere Süßigkeiten auch.

Ach du dicker Saft
„Mit Fruchtsaft und Traubenzucker“ steht groß vorn auf der Verpackung von nimm2. Und auch sonst wirbt Storck gern mit dem „leckeren Fruchtsaft“, der in den „fruchtigen“ nimm2-Produkten steckt. Das klingt so natürlich und gesund. Tatsächlich handelt es sich aber nur um ein klitzekleines Bisschen – genauer gesagt 1,3% – Fruchtsaftkonzentrat. Hauptbestandteil von nimm2: 71,6% hochgradig verarbeiteter Zucker. Der angepriesene „Traubenzucker“ ist übrigens nicht mehr als der nächste Marketingtrick. Der hat gegenüber den anderen Zuckerarten im Bonbon nämlich überhaupt keinen Vorteil. Zucker ist Zucker.

alle Informationen und Mitmachaktionen

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foodwatch: Bauer sucht Brot

Posted by Thomas Mitsch - Juli 9, 2010

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Fruchtkremfüllung ohne Frucht oder Heringsalat auf Rindfleischbasis: Solche Bezeichnungen legt die beim Bundesverbraucherministerium angesiedelte Lebensmittelbuchkommission in ihren „Leitsätzen“ fest. So weit, so irreführend. Bei Schinkenbrot sei die Zugabe von Schinken ausdrücklich „nicht üblich“, heißt so eine weitere Definition. Erstaunt waren wir, dass die Vorsitzende der Kommission, Birgit Rehlender, dies als völlig logisch verteidigt – mit folgender Begründung: „Bei einem Bauernbrot erwarten sie in dem Brot auch keinen Bauern.“ So wird Frau Rehlender, die als Verbrauchervertreterin in der Kommission sitzt, in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zitiert. Wer sich angesichts solcher Festlegungen getäuscht fühlt, hat ihrer Auffassung nach offenbar selbst Schuld: „Der Verbraucher ist in der Pflicht, sich die Leitsätze anzugucken, dafür gibt es das Lebensmittelbuch.“ Wann haben Sie denn eigentlich zum letzten Mal ins Lebensmittelbuch geschaut? foodwatch jedenfalls wird sich auch in Zukunft eine andere Meinung erlauben: Die Leitsätze sollten so verfasst sein, dass es nicht zu Irreführung kommt. Deshalb muss die Arbeit der Kommission, die bisher im Geheimen arbeitet, öffentlich gemacht werden.

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Steffi Grafs Geheimnis

Posted by Thomas Mitsch - Juni 3, 2010

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wie ein gesunder Lebensstil aussieht, darüber klärt uns seit Neuestem Steffi Graf im Fernsehen auf. Schade, dass die Tennislegende dabei für das falsche Produkt wirbt: Ihr „Geheimnis“ sei Actimel, erklärt die frühere Weltklasse-Sportlerin, die inzwischen in den USA lebt. Dagegen haben die Verbraucher in Europa längst erkannt, dass Danone mit dem probiotischen Joghurt nur ein haltloses Gesundheitsmärchen auftischt: Nach 2009 in Deutschland erhielt der Hersteller gerade erst auch in Holland den Preis für die dreisteste Werbelüge des Jahres unserer Schwesterorganisation foodwatch Niederlande, der dort „Gouden Windei“ (Goldenes Windei) heißt. Steffi Grafs Geheimnis bleibt es also vor allem, warum sie sich für eine solche Mogelpackung hergibt.

Sie wollen es(s) wissen? Lesen Sie mehr zu den Kampagnen von foodwatch

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Was Deutsche Bahn und Sarah Wiener im Speisewagen wirklich auftischen

Posted by Thomas Mitsch - Mai 28, 2010

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28.05.2010

pünktlich soll ein Zug sein, nicht zu voll und belastbare Achsen sollte er haben. Auch Bordbistros sind eine prima Sache. Spitzengastronomie im Speisewagen erwarten Reisende eher nicht – genau diesen Eindruck erweckt die Deutsche Bahn jedoch mit ihrer Jahresaktion „TV-Köche tischen auf“. Aktuell ist es die „überzeugte Botschafterin gesunder Ernährung“ (Bahn-Werbung) Sarah Wiener, die zum Beispiel eine „Mit Kerbel-Pesto gefüllte Schweinefleischroulade“ auftischt. Klingt gut, und es kommt noch besser: Zusatzstoffe sind bei den Wiener-Gerichten in der Speisekarte keine aufgeführt.

foodwatch hat die Originalrezepturen recherchiert – und doch eine ganze Reihe Zusatzstoffe, Aromen und andere umstrittene Zutaten gefunden. Starköchin hin oder her: Die Gerichte haben mehr mit Spitzentechnologie als mit Spitzengastronomie zu tun. Was Sarah Wiener und die Bahn im Speisewagen wirklich auftischen, lesen Sie hier »

Der Trick dabei: In der Gastronomie müssen keine Zutaten und nicht einmal alle Zusatzstoffe deklariert werden. Der Gast erfährt auch in einem teuren Restaurant nicht, ob in der Küche frisch gekocht wird – oder wie bei der Deutschen Bahn einfach Industriekost voller Zusatzstoffe aufgewärmt wird. Die Hersteller dieser Fertiggerichte richten ihre Rezepturen sogar gezielt darauf aus, dass nur Zusatzstoffe verwendet werden, die in Gaststätten „nicht deklarationspflichtig“ sind. So führt man Verbraucher in die Irre – noch dazu mit dem Segen von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner.

foodwatch hat die Bundesregierung aufgefordert, die Kennzeichnungsregeln in der Gastronmie an die Vorgaben für verpackte Lebensmittel anzupassen. Wie in Bäckereien bereits heute vorgegeben, sollen die Zutaten der Gerichte für die Kunden einsehbar sein. Und wird im Gasthaus Fertigkost serviert, muss die Zutatenliste samt Zusatzstoffen und Aromen auf den Speisekarten veröffentlicht werden. Schließlich handelt es sich dabei oft um Produkte, die auch im Supermarktregal liegen – dort allerdings mit Zutatenliste. Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion für ehrliche Angaben auf den Speisekarten!

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Listerien-Käse bei Lidl: foodwatch stellt Strafanzeige

Posted by Thomas Mitsch - Mai 21, 2010

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Je mehr wir (foodwatch) zu den Todesfällen durch listerienbelasteten Harzer Käse Anfang dieses Jahres recherchieren, umso erschütterter sind wir: Behörden und Lidl  mussten wissen, dass sich Bakterien in dem Sauermilchkäse explosionsartig vermehren und die Produkte damit eine tickende Zeitbombe darstellen – und doch haben sie nicht alles dafür getan, um die Verbraucher schnell und unmissverständlich vor dem Verzehr zu warnen. foodwatch hat deshalb jetzt Strafanzeige gegen die Verantwortlichen beim baden-württembergischen Verbraucherministerium und bei Lidl gestellt. Wir wollen prüfen lassen, ob der Straftatbestand der fahrlässigen Tötung oder der Körperverletzung mit Todesfolge erfüllt ist.

mehr hierzu

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