Thomas Mitsch’s Weblog

Thomas Mitsch

Posts Tagged ‘Lebensmittel’

Was Deutsche Bahn und Sarah Wiener im Speisewagen wirklich auftischen

Posted by Thomas Mitsch - Mai 28, 2010

foodwatch

foodwatch

28.05.2010

pünktlich soll ein Zug sein, nicht zu voll und belastbare Achsen sollte er haben. Auch Bordbistros sind eine prima Sache. Spitzengastronomie im Speisewagen erwarten Reisende eher nicht – genau diesen Eindruck erweckt die Deutsche Bahn jedoch mit ihrer Jahresaktion „TV-Köche tischen auf“. Aktuell ist es die „überzeugte Botschafterin gesunder Ernährung“ (Bahn-Werbung) Sarah Wiener, die zum Beispiel eine „Mit Kerbel-Pesto gefüllte Schweinefleischroulade“ auftischt. Klingt gut, und es kommt noch besser: Zusatzstoffe sind bei den Wiener-Gerichten in der Speisekarte keine aufgeführt.

foodwatch hat die Originalrezepturen recherchiert – und doch eine ganze Reihe Zusatzstoffe, Aromen und andere umstrittene Zutaten gefunden. Starköchin hin oder her: Die Gerichte haben mehr mit Spitzentechnologie als mit Spitzengastronomie zu tun. Was Sarah Wiener und die Bahn im Speisewagen wirklich auftischen, lesen Sie hier »

Der Trick dabei: In der Gastronomie müssen keine Zutaten und nicht einmal alle Zusatzstoffe deklariert werden. Der Gast erfährt auch in einem teuren Restaurant nicht, ob in der Küche frisch gekocht wird – oder wie bei der Deutschen Bahn einfach Industriekost voller Zusatzstoffe aufgewärmt wird. Die Hersteller dieser Fertiggerichte richten ihre Rezepturen sogar gezielt darauf aus, dass nur Zusatzstoffe verwendet werden, die in Gaststätten „nicht deklarationspflichtig“ sind. So führt man Verbraucher in die Irre – noch dazu mit dem Segen von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner.

foodwatch hat die Bundesregierung aufgefordert, die Kennzeichnungsregeln in der Gastronmie an die Vorgaben für verpackte Lebensmittel anzupassen. Wie in Bäckereien bereits heute vorgegeben, sollen die Zutaten der Gerichte für die Kunden einsehbar sein. Und wird im Gasthaus Fertigkost serviert, muss die Zutatenliste samt Zusatzstoffen und Aromen auf den Speisekarten veröffentlicht werden. Schließlich handelt es sich dabei oft um Produkte, die auch im Supermarktregal liegen – dort allerdings mit Zutatenliste. Unterzeichnen Sie jetzt unsere E-Mail-Aktion für ehrliche Angaben auf den Speisekarten!

Advertisements

Posted in Statements | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , | Leave a Comment »

Monsanto will Schutzrechte auf Schinken und Schnitzel

Posted by Thomas Mitsch - Mai 3, 2010

foodwatch

foodwatch

es klingt wie der Plot eines Science-Fiction-Films, ist aber eine wahre Nachricht aus der vergangenen Woche: Mit dem Antrag WO/2009/097403 beim Weltpatentamt in Genf erhebt Monsanto Schutzrechte auf Schinken und Schnitzel. Der US-amerikanische Konzern will sich Fleisch von Tieren, die mit bestimmten genveränderten Pflanzen gefüttert wurden, wie eine Erfindung schützen lassen, um dann über die gesamte Produktionskette hinweg zu verdienen. Solche Monopole auf Nahrungsmittel darf es nicht geben. Über den Einsatz von Gentechnik dürfen nicht einzelne Großkonzerne, sondern muss die gesamte Gesellschaft entscheiden. Und bei der Frage, wie Lebensmittel produziert werden und was in den Produkten steckt, müssen Verbraucher ein gehöriges Wort mitreden.

mehr Informationen hier bei foodwatch

Posted in Statements | Verschlagwortet mit: , , , | Leave a Comment »

Wenn Schinken drauf steht, muss auch Schinken drin sein! Unterstützen Sie unsere Klage gegen die Bundesrepublik Deutschland!

Posted by Thomas Mitsch - April 29, 2010

foodwatch

foodwatch

im Supermarkt lächelt Sie ein großer, rosaroter Schinken an. Was Sie nicht wissen: Das muss gar kein Schinken sein. Vor Ihnen darf auch ein aus kleinen Muskelstücken mittels eines Enzyms zusammengeklebtes Stück Fleisch liegen. Sie wollen nicht glauben, dass „Klebeschinken“ als Schinken verkauft werden darf? Doch das ist leider so. Und es ist ganz legal! Beispiele dreister Verbrauchertäuschung gibt es viele: Ein Schinkenbrot muss keinen Schinken enthalten. Ein Brot muss nicht gebacken sein. Ein Heringssalat kann bis zu 80 Prozent Rindfleisch enthalten.

weiter

Posted in Aufrufe | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Wrackheringe, Schinkenbrot ohne Schinken und andere Themen

Posted by Thomas Mitsch - März 12, 2010

foodwatch

foodwatch

haben Sie schon einmal einen „Wrackhering“ gegessen? Einen was? Genau! Das ist ein beschädigter Salzhering, der in den Handel kommt. Wer solche Begriffe festlegt? Die Lebensmittelbuchkommission, ein in der Öffentlichkeit weitgehend unbekanntes Gremium. Es bestimmt in geheimen Sitzungen, wie Lebensmittel definiert werden und was in welche Produkte gesteckt werden darf. Herauskommen ist dabei auch eine ganze Reihe absurder Regelungen und irreführender Bezeichnungen. foodwatch wollte wissen, wie diese zustande kommen, und klagte auf Veröffentlichung der Sitzungsprotokolle. Was daraus wurde, erfahren Sie in diesem Newsletter.

zum newsletter von foodwatch

Posted in Berichte | Verschlagwortet mit: , , , , | Leave a Comment »

Neu auf abgespeist.de – Dr. Oetker rechnet PurChoc schön

Posted by Thomas Mitsch - Dezember 17, 2009

foodwatch

foodwatch

„75 % Kakao in der Schokolade“ verspricht die Verpackung des Schokoladenpuddings „PurChoc 75 % Kakao Tansania edelbitter“ von Dr. Oetker. Klingt nach einem richtigen Schokoladenwunder – reichhaltig, hochwertig, edel und mit ganz viel Kakao aus Tansania.

Edel ist aber vor allem die Aufmachung, und die täuscht: Denn der Pudding enthält in Wahrheit gerade mal 1,875 % Kakao aus Tansania. Wie dieser Rechentrick funktioniert und wie Dr. Oetker die Verbraucher außerdem mit Wortspielen und schwammigen Qualitätsbegriffen in die Irre führt.

Lesen Sie jetzt auf abgespeist.de.

Posted in Statements | Verschlagwortet mit: , , , , , , , , | Leave a Comment »